Photoshop Elements: Gradationskurve nachrüsten

Gradationskurve: Photoshop Elements Plug-Ins für Windows und Mac

Mit dem Plug-in SmartCurve, das allerdings nur mit den 32-bit-Versionen von Windows-Betriebssystemen kompatibel ist, können Sie Photoshop Elements um eine Funktion zur Erstellung einer professionellen Gradationskurve erweitern.

Mit der Demoversion des Programms Elements+  steht für Mac OS und Windows (32-bit/ 64-bit) ebenfalls eine Gradationskurven-Erweiterung zur Verfügung. Wie Sie bei der Installation und Anwendung vorgehen, erfahren Sie in den folgenden beiden Anleitungen, die wir Ihnen an dieser Stelle als Ergänzung zum Buch „Die große Praxisreferenz zu Photoshop Elements 11“ gerne zur Verfügung stellen möchten. Die Vorgehensweise ist bei den nachfolgenden Photoshop-Elements-Versionen 12, 13 und 14 aber vergleichbar.

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Dateien des Gradationskurve-Programms SmartCurve

Laden Sie sich die Software SmartCurve 2.2 herunter. Entpacken Sie die gespeicherte Datei smartcurve.zip. Speichern Sie die entpackten Dateien an einem Ort, an dem Sie ggf. schon andere Photoshop Elements relevante Dateien liegen haben (die Datei smartcurve.8bf benötigen Sie für eine 32-Bit-Systemumgebung und smartcurve64.8bf für eine 64-Bit-Systemumgebung). Sie können auch im Programmordner von Photoshop Elements (z. B. [Laufwerk]:\[Programmordner]\Adobe\Photoshop Elements 11\Plug-Ins\) einen Ordner SmartCurve anlegen und die Dateien dort ablegen.

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Einrichten des Zusatzmodulordners

Sollten Sie ein anderes als das angegebene Speicherverzeichnis verwenden, wählen Sie Bearbeiten/Voreinstellungen/Zusatzmodule. Aktivieren Sie die Checkbox Zusätzlicher Zusatzmodulordner und navigieren Sie zu dem Verzeichnis mit der entpackten Plug-In-Datei (hier: SmartCurve/smartcurve.8bf).

 

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Schließen Sie Photoshop Elements und starten Sie es anschließend wieder neu. Öffnen Sie ein Bild und wählen Sie Filter/easy.Filter/SmartCurve. Das Dialogfenster der Gradationskurvenfunktion öffnet sich. Darin finden sie folgende Einstellungsoptionen:

Dialogfenster der Gradationskurve SmartCurve 2.2.

Das Bild wurde absichtlich etwas zu stark kontrastiert,
um die Anzeige der Überstrahlungen mit abzubilden.
  1. Bildvorschau, die online alle Änderungen sichtbar macht.
  2. Gradationskurvendiagramm
  3. Die zunächst gerade Linie kann durch Anfassen mit der Maus gebogen werden. Jeder Mausklick fügt einen neuen Ankerpunkt hinzu. Ein Rechtsklick auf den Ankerpunkt löscht diesen.
  4. Durch Wahl eines anderen Farbkanals können Sie die Farben anpassen, ähnlich der Vorgehenseise bei der Tonwertkorrektur.
  5. Auswahlmöglichkeit für verschiedene Farbmodi, z. B. AdobeRGB, sRGB.
  6. Mit der Linearinterpolation erstellen Sie weniger sanft geschwungene Kurven und mit der Freihandkurve kann eine individuelle Linie gezeichnet werden. Generell ist die Kurveninterpolation am besten geeignet.
  7. Analog zur Tonwertkorrektur können mit den drei Pipetten der Schwarz- und Weißpunkt gesetzt und mit der Mittelton-Pipette ein Farbstich entfernt werden.
  8. Mit dem Aktivieren der Checkboxen Tiefen und Lichter wird vor Beschneidungen der dunkelsten (gelb) und der hellsten (blau) Bildstellen gewarnt.
  9. Schalter für die automatische Korrektur.
  10. Mit Zurücksetzen wird die Kurve auf den Ausgangszustand gebracht.
  11. Gespeicherte Gradationskurven können hierüber geladen und auf das Bild angewendet werden.
  12. Die aktuelle Kurve kann als ACV-Datei gespeichert und später auf andere Bilder angewendet werden.
Plug-In: Elements+

Für Mac OS gibt es leider keine große Auswahl an Plug-Ins. Mit Elements+ lässt sich Photoshop Elements aber auch auf dem Mac erweitern (es gibt zudem auch eine Version für Windows). Das Programm finden Sie hier. Es lässt sich eine Demo-Version laden, die die Gradationskurvenfunktion enthält.

Aufrufen lässt sich die Gradationskurve über das Bedienfeld Effekte von Photoshop Elements (Funktion „Curves“). Die Gradationskurve wird anschließend ähnlich angewendet wie die des Plug-Ins SmartCurve.

Nach der Bestätigung der Bearbeigung mit OK finden Sie die Gradationskurve im Bedienfeld Ebenen als nachträglich nicht erneut justierbare Einstellungsebene vor, deren Deckkraft oder Ebenenmaske weiter angepasst werden kann.

Gradationskurve Plug-In Elements+ bei Mac OS

Wenn Sie im Bedienfeld „Effekte“ die Kategorie „Alles einblenden“ aufrufen,
finden Sie darin die Funktion „Curves“. Diese wurde hier angewendet,
um das Beispielbild mit einer Gradationskurve zu bearbeiten.

 

Hallo, ich bin Kyra - Fotografin und Autorin. Ich bin in erster Linie für das Fotografieren zuständig, arbeite zusammen mit meinem Mann Christian an unseren fotografischen Projekten und veröffentliche regelmäßig Fachbücher rund um die Fotografie und Bildbearbeitung. Du findest mich auch auf , Google+ , Twitter oder Instagram.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das schöne Plug-In SmartCurve ist wohl ein 32-Bit-PlugIn. Ab den Photoshop-Element-Versionen 13 und höher sind nur noch 64-Bit-PlugIns lauffähig.
    Schade. Oder gibt es auch für SmartCurve ein Upgrade ?

    • Ja, das stimmt, und leider gibt es meines Wissens kein SmartCurve-Upgrade, was ich auch schade finde. Aber mit der Demo-Version von Elements+ lässt sich eine Gradationskurvenfunktion in Photoshop Elements integrieren. Hier der Link: Elements+
      Viele Grüße
      Kyra Sänger

  2. Hallo Frau Sänger,
    ich habe gerade die Plugin Version 64 ausprobiert in meinem
    PSE 15 x64 und leider funktioniert anschließend der Editor nicht mehr und PSE wird beendet.
    Läuft leider so nicht mit der aktuellen PSE 15 Version.

    MFG Uwe Oldmann

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