Unser Trip in die Dolomiten

Kameratest bei den Murmeltieren & Co.

Blick vom Grödnerjoch (# 16-4653-54)So, nachdem unser letzter Eintrag schon wieder eine Weile her ist, wird’s mal wieder dringend Zeit. Die Sommerpause ist beendet und der Blog wird euch wieder öfter neues aus unserer fotografischen Welt erzählen.

Tja, zu Beginn wollte ich mal kurz was darüber berichten, was wir im Sommer so im schönen Grödnertal angestellt haben. Für verschiedene Buchprojekte brauchten wir mal wieder etwas mehr Dreidimensionalität bei der Arbeit. Also weg aus dem platten Berlin und ab in die Dolomiten. Da es sich um einen eher universalfotografischen Trip handelte, war das Auto komplett vollgestopft mit Equipment.

Steinmann (# 16-5962)Vom 500mm Tele bis hin zum Makroobjektiv. Als Bodies hatten wir wie immer unsere Canon EOS 1D MarkIII und die EOS 60D dabei. Dann noch die PowerShot G1X für Klettertouren, bei denen wir keinen schweren Kram herumschleppen wollten, und schließlich die brandneue EOS 650D, die wir für das neue Buch, welches demnächst erscheint, in der Mangel hatten.Und schon konnte es losgehen.

Blick vom Seceda (# 16-6659)Was soll ich sagen, wir haben so ziemlich alles, von der Mörderbergtour bis hin zu mitternächtlichen Sternenbahnenaufnahmen, auf dem Grödnerjoch durchexerziert. Und die EOS 650D war fast immer mit dabei. Natürlich gut in weiches Tuch eingewickelt und behandelt wie ein rohes Ei, damit nach den Tests der nächste Besitzer auch eine quasi neuwertige Kamera von uns erhält.

Sellastock (# 16-5814-26)Mit dem Wetter waren wir ganz zufrieden, wenn ich mal von der Tour, bei der wir in ein Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen geraten sind, absehe. Die endete für uns triefnass, aber der Kamerarucksack, übrigens ein Lowepro Flipside 400 AW, blieb dank Regenüberzug perfekt trocken. Trockene Kleidungsstücke gab es an uns aber keine mehr zu finden.Ansonsten war alles prima, wir haben einige Gipfel erklommen, die 650D unter realistischen Bedingungen auf Herz und Nieren getestet und sind auch sonst fotografisch auf unsere Kosten gekommen.

Bewimperte Alpenrose (# 16-6784)Es gibt wohl kaum eine Gegend in Europa die landschaftsfotografisch so viel zu bieten hat wie die Dolomiten. Schlicht und einfach grandios. Dass dann auch noch Petrus mitspielte und uns statt eines langweiligen blauen Himmels, immer wieder spannende Wolkenformationen präsentierte, tat ein Übriges, um unsere Begeisterung schier ins Unermessliche zu treiben. Na und dann waren da ja auch noch die vielen Alpenblumen, die dafür sorgten, dass auch das Makroobjektiv keinesfalls an Unterbeschäftigung zu leiden hatte.

Bei den Murmeltieren (# 16-7292)Und natürlich, für uns immer der Höhepunkt, die Tierwelt. Vor allem die Murmeltiere hatten es uns ganz schön angetan. Die haben wir auf der Kaiser-Franz-Josephs-Höhe am Großglockner besucht, dort sind die possierlichen Nager super zahm und lassen sich sogar füttern, aber nur mit Karotten, alles andere schlägt ihnen wohl auf den Magen und ist schlecht für die Zähne. Es war jedenfalls eine eindrückliche Erfahrung, wir konnten tolle Aufnahmen aus nächster Nähe machen, und ich musste mich dessen geradezu erwehren, dass die in Natura gar nicht so kleinen Murmler mir nicht das Bein hochkletterten (versucht haben sie es auf jeden Fall). Einfach super, wobei gesagt werden muss, dass das Vergnügen mit 32 EUR ganz schön teuer bezahlt werden muss. Soviel kostet nämlich der „Eintritt“ für die Großglockner Hochalpenstraße. Ganz schön gesalzen, was unsere Österreichischen Freunde sich da so als Preis ausgedacht haben. Aber gut, zu zweit ins Kino kostet heutzutage auch über zwanzig Euro und da bekommt man keinesfalls mehr geboten.

Bei den Murmeltieren (# 17-0770)Dann haben wir aber auch noch probiert, weniger bestechliche Exemplare der großen Nager am, übrigens noch kostenlos zu befahrenden, Sellajoch aufzunehmen. Die sind natürlich viel scheuer und da mussten wir dann schon das 500mm-Objektiv aufs Stativ schrauben. Aber es hat sich definitiv gelohnt, es war uns gelungen, eine Familie mit neugierigen Jungtieren ausfindig zu machen, und wir verbrachten einige sehr intensive Stunden damit, diese lustigen aber auch sehr faszinierenden Tiere zu beobachten und zu fotografieren. Es geht also auch ohne Karotte… Aber zugegeben, auch wenn das Szenario nicht ganz so natürlich ist, die an den Menschen gewöhnten Murmler waren schon putzig, wie sie direkt vor einem Männchen machten um noch ein Stück Futter zu bekommen.

Und bevor jetzt jemand meint, das wäre der Untergang der Murmeltiere in den Alpen. Dem ist definitiv nicht so, denn es gibt in den Alpen glücklicher Weise genug Murmler (Rote Liste Einstufung als least concern) und die sind auch zu „99,9%“ völlig wild lebend und halten gebührend Abstand zum Menschen. Es waren, zumindest als wir da waren, auch nur vier oder fünf zahme Nager, die zudem auch schon recht alt wirkten. Wir vermuten ja, dass es sich um eine besonders ausgekochte Rentnergang handelte.

Hallo, mein Name ist Christian - Projektmanager und Autor, ich plane und betreue unsere Auftrags- und Kundenprojekte und verfasse, in Zusammenarbeit mit Kyra, als Autor die meisten Texte und Beiträge rund um unsere Praxisbücher zur Fotografie und Bildbearbeitung.

Schreibe einen Kommentar